73 - Endlich genug geleistet?

Shownotes

"Habe ich jetzt endlich genug geleistet, um auch einmal Pause machen zu dürfen? Oder sollte ich mich nicht doch lieber noch mehr anstrengen?" - Vielleicht läuft dieses unbewusste Programm auch immer wieder in dir ab.

In dieser Folge widmen wir uns der Frage, warum wir so oft das Gefühl haben, Erschöpfung vor anderen und vor allem vor uns selbst immer wieder rechtfertigen zu müssen, anstatt uns einfach zu erlauben, müde zu sein.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo und herzlich willkommen in der Ichwerkstatt-Komfortzone, dem Podcast für Kopfmenschen die sich mehr innere Ruhe wünschen.

00:00:15: Ich habe vor kurzem eine ganz, ganz spannende Beobachtung gemacht und zwar war ich auf einem Retreat.

00:00:47: Und am ersten Tag – also das war mehrtägig – und am ersten tag habe ich an mir selber gemerkt wie müdig eigentlich war.

00:00:58: Also da ist irgendwie so gefühlt die ganze Erschöpfung und Müdigkeit und Stress vom Alltag einfach vom Leben irgendwie so rausgekommen an diesem Tag.

00:01:10: Und ein Teil von diesem Retreat war auch immer wieder so, ein bisschen Reflexionsrunden in der Gruppe und ich hab dann erzählt eben wie es mir gerade geht an diesem tag und habe dann irgendwie Ja, versucht irgendwie da auch Erklärungen oder Rechtfertigungen irgendwie dazu zu liefern.

00:01:33: So quasi warum ich denn so erschöpft bin?

00:01:35: Oder so müde bin und hab dann irgendwie mich selber beobachtet in diesem Versuch, mich dazu erklären und zurechtfertigen und habe dann irgendwie auch diesen komischen Satz verwendet.

00:01:50: Ich gestehe es mir oft gar nicht zu oder ist mir dann aufgefallen.

00:01:56: eigentlich müde und erschöpft zu sein, vor allem bei mir ist es im Zusammenhang mit der Mutterschaft zum Beispiel ein Thema weil ich ja unter Anführungszeichen nur ein Kind habe.

00:02:10: Und wie wird's denn da Müttern oder Eltern mit mehreren Kindern gehen.

00:02:16: Die sollten ja noch eigentlich viel gestresster sein und das steht mir sozusagen mit nur einem Kind gar nicht zu, dass ich da in meinem Alltag irgendwie manchmal an meine Grenzen komme.

00:02:27: Und das habe ich an mir beobachtet.

00:02:31: Ich glaube, sich für seine eigene Müdigkeit, für seinen eigenen Stresserschöpfung rechtfertigen zu müssen.

00:02:45: Und um dieses Thema soll es in der heutigen Folge gehen!

00:02:49: Ich freue mich sehr dass du da bist das du zuhörst.

00:02:52: wir sind bei Folge drei und siebzig dieses Podcasts angelangt.

00:02:58: Freu mich sehr das du zuhörst.

00:03:01: Start mal, beziehungsweise tauch mal weiter ein in dieses Thema.

00:03:05: Weil eine ganz spannende Beobachtung die ich dann ein paar Tage später gemacht habe genau demgleichen zusammen haben und da hat es bei mir dann wirklich zu rattern begonnen war.

00:03:17: Ich hab mich mit einer ganz lieben Person getroffen Mit einer ganz Liebenfrau Und dann haben wir auch so halt uns ausgetauscht.

00:03:23: was gibt's Neues wie gehts und so?

00:03:31: Dieses Erlebnis nicht erzählt aus meinem Retreat.

00:03:34: Und sie hat dann von sich erzählt und sie ist Lehrkraft, bereitet sich jetzt gerade wieder aufs neue Schuljahr vor und irgendwie hat er auch gesagt ja also sie fühlt sich sehr oft müde und erschöpft.

00:03:51: und dann hat sie so gesagt und dabei habe ich zum Beispiel gar kein Kind oder so.

00:03:58: Da habe ich dann gemerkt, ihr ging es genau so.

00:04:03: Und sie dann noch.

00:04:04: in ihrem Zusammenhang mit dem Lehrberuf hat sich auch erzählt, dass sie auch als Lehrkraft sozusagen sich oft... selber rechtfertigen muss vor sich selbst oder auch für anderen warum sie jetzt eigentlich überhaupt gestresst und erschöpft ist.

00:04:23: Und da ist es mir irgendwie dann so klar geworden, weil ich mal gedacht habe wir haben beide dieses gleiche Thema ja also wir haben fast wortwörtlich irgendwie das Gleiche erzählt und geschildert.

00:04:43: Da habe ich mir gedacht, okay das kann einfach nicht am Außen liegen.

00:04:50: Es kann nicht wirklich oder sagen wir so es liegt vielleicht nur bedingt an den äußeren Umständen.

00:04:58: ja klar natürlich.

00:05:02: es ist natürlich wahrscheinlicher wenn man mehr sozusagen potentielle externe Stressfaktoren im Leben hat dass man dann auch gestresst fühlt.

00:05:11: aber ich glaube nicht nur Es muss da auch irgendwie was anderes geben.

00:05:18: Ja, es kann nicht nur an den Umständen liegen, an den Äußeren und ich glaube das ist so... Ich habe dann ein bisschen überlegt und dann haben wir gedacht, dass hat wahrscheinlich viel mit unseren inneren Bewertungen zu tun und mit unseren Inneren Maßstäben die wir anlegen also Maßstab oder so wie ein Maßband vielleicht mit dem man messen ob unsere Erschöpfung, unsere Müdigkeit und unser Stress jetzt erlaubt ist.

00:05:53: Ob das jetzt gerechtfertigt ist?

00:05:55: Ob es jetzt sozusagen okay ist dass wir da müde sind also so quasi Ein Kind, das ist noch zu wenig um erschöpft zu sein.

00:06:05: Kein Kind aber vielleicht ein stressiger Job.

00:06:07: okay na das reicht auch nicht.

00:06:11: Man muss schon dann mindestens mehrere Kinder und einen stressigen Job haben damit man dann auch erschöpt und müde sein darf.

00:06:19: Und selbst wenn man so mehrere Faktoren erfüllt sozusagen hat kommt, glaube ich oft dann trotzdem noch dieser innere Stimme.

00:06:33: Also ich kenne die zumindest von mir so stark.

00:06:37: Schau mal ob du das auch kennst.

00:06:39: also die da noch so vergleicht und irgendwie dann feststellt naja aber es gibt andere denen geht sie ja noch viel schlechter.

00:06:47: Die haben ja noch viele mehr Herausforderungen in ihrem Leben und die haben ja nach vielmehr um die Ohren.

00:06:52: also da steht's mir ja wirklich nicht zu da jetzt irgendwie zu jammern so singemäß.

00:07:00: Und ich glaube, die Krux an der Geschichte ist in Wahrheit.

00:07:05: Dass diese Maßstäbe, die wir da anlegen oder Marsbänder haben einfach kein Ende.

00:07:15: Die verschieben sich immer nur mit uns mit.

00:07:20: Also ich glaube gerade durch dieses Vergleichen immer mit anderen es gibt ja immer irgendwelche anderen Leute denen es schlechter geht und Anführungszeichen.

00:07:34: Also man findet ja immer irgendwen, dem es im Vergleich sozusagen mehr zustehen würde dieser Erschöpfung diesen Stress zu fühlen und da gibt's einfach kein Ende dafür.

00:07:49: Und ich frage mich wo dieses Maßband oder diese Maßstab eigentlich herkommt?

00:07:55: Ich glaube das ist zum Teil Natürlich einfach eine Auswirkung oder eine Ausprägung unserer Leistungsgesellschaft, so dass man sich auch Pausen erst verdienen muss.

00:08:13: So diese Haltung, das man nicht einfach irgendwie sich hinsetzen kann und jetzt mal Pause machen kann sondern da muss man vorher schon richtig viel dafür gearbeitet haben, sich verdient hat, jetzt auch Pause zu machen oder sich auszuruhn.

00:08:32: Also diese Haltungen aus der Leistungsgesellschaft heraus die wir dann einfach so verinnerlichen wenn man das vielleicht früher auch in der Kindheit irgendwie an unseren Eltern beobachtet haben dass es denen auch schwer gefallen ist vielleicht Pause zu machen oder eben einfach zu sagen, ich bin halt müde.

00:08:55: Punkt aus ja ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung.

00:09:01: Das haben wir oft oder finde ich sehr wenige Beispiele an denen wir das lernen können, sondern eher solche Beispile und Rollmodels die vielleicht sich da selber schwer getan haben oder schwer tun, einfach Erschöpfung oder Müdigkeit oder Stress anzuerkennen ohne sich dafür ewig rechtfertigen zu müssen.

00:09:30: Und eben dieses Vergleichsding wir schauen immer automatisch nach links und rechts zur anderen und schauen wie es anderen geht Und wie gesagt, da findet man immer irgendjemanden dem es noch schlechter geht als einem selbst.

00:09:49: Zumindest wirkt's dann oft so und jetzt ist natürlich die Frage ja okay was machen wir jetzt damit?

00:10:05: Ich würde mich interessieren ob du dich auch wieder findest oder ob du mir zuhörst.

00:10:12: wovon spricht die Frau eigentlich?

00:10:15: Also lasst mir gerne auch deine Meinung mich hören und deine Erfahrungen.

00:10:25: Ich glaube, was vielleicht hilfreich ist – ich sage gleich dazu, dass ich selber wirklich eine Lernende und eine Übende bin und beobachte anhand des Beispiels von Beginn dass es mir selber sehr oft einfach auch nicht gelingt noch.

00:10:47: Wir können uns vielleicht, das war jetzt so eine Idee und vielleicht ist das auch ein Impuls für dich, vielleicht einfach gedanklich Erschöpfung oder Müdigkeit eher somit mit so Grund grundkörperlichen Zuständen vergleichen, also nicht so quasi etwas das man sich verdient hat.

00:11:13: Sondern was ist wenn wir so sehen wie zum Beispiel Hunger oder Durst oder Kälte?

00:11:22: Also solche Basisempfindungen, solche körperlichen.

00:11:29: normalerweise recht Fertigt man sich ja auch nicht groß, wenn man jetzt zum Beispiel Durst hat.

00:11:37: Sondern man trinkt einfach oder man erklärt sich auch nicht ewig lang, wenn einem einfach kalt ist.

00:11:46: Man zieht sich einfach wärmer an.

00:11:48: also vielleicht tun wir uns dann leichter das so zu sehen Wie eine Art körperliche Grundzustand, den man haben kann oder auch nicht.

00:12:02: Weil ist es ja auch eigentlich!

00:12:05: Wir sehen's halt nur anders oft und können uns darin üben zu sagen okay ich bin einfach müder Ich bin einfach erschöpft einfach weil ich jetzt gerade bin Punkt aus Und das darf einfach da sein.

00:12:26: Und ich glaube, das ist ein bisschen Übungssache, das so zu sehen und auch so zu leben.

00:12:32: Ich glaube – wie gesagt, ich übe mich auch selbst dahin – aber dass das schon mittelfristig was verändern kann.

00:12:47: Einfach ganz bewusst immer wieder sich darin zu üben... Keine Rechtfertigungen und keine Entschuldigung.

00:12:57: Ich glaube, da muss ich ja mal eine eigene Podcastfolge dazu machen.

00:13:00: so wenn man sich immer für alles glaubt entschuldigen zu müssen passt gut auch zu dem Thema.

00:13:07: aber das würde jetzt heute den Rahmen sprengen macht man mal ein eigenes Thema dazu.

00:13:12: Aber einfach sich dieses darin üben sich nicht da und recht zu fertigen sich nicht daran zu entschuligen oder zu erklären sondern einfach den Satz auch wirklich zu beenden nach, ich bin halt müde.

00:13:28: Oder von mir aus vielleicht noch es war einfach viel los aber das geht dann auch schon fast wieder in Richtung... Ich erkläre mich da jetzt groß!

00:13:36: Ich bin einfach müde Punkt oder ich bin erschöpft Punkt.

00:13:42: Versuch wir's einmal was haltest davon?

00:13:45: Probier uns mal und dann tauschen wir uns doch gerne aus wie es uns damit geht, bin neugierig.

00:13:51: Also nimm gerne Kontakt auf wenn dich das Thema interessiert da in den Austausch zu gehen.

00:13:59: Meine Kontaktkanäle findest ich immer in den Schornots auch den Hinweis zu meiner eins-zu-eins Begleitung zum gelassenen Leben Coaching, wo wir uns genau mit diesen Dingen beschäftigen.

00:14:14: Auch eben was stresst uns im Alltag und warum stresste uns das eigentlich?

00:14:19: Und können wir da vielleicht andere Wege finden mit gewissen Dingen die man vielleicht nicht ändern können weil es halt einfach so ist aber vielleicht anders damit umzugehen?

00:14:33: Also da meldet ich sehr gerne, wenn du da gerne begleitet werden möchtest.

00:14:38: Wenn du da ein Thema hast, das du dir anschauen möchtesst dann schauen wir uns das gerne im gelassen Nebencoaching gemeinsam an.

00:14:46: auch da findest du alle Infos dazu in den Schonuts.

00:14:49: und ich freue mich wie immer auch sehr über Weiterempfehlungen dieses Podcasts.

00:14:56: Vielleicht dieser Folge, wenn du jemanden kennst die oder der auch das Thema hat dann schick die Folge doch gerne weiter!

00:15:06: Und wenn du dem Podcast noch nicht abonniert hast aber dir denkst auch... Das ist eigentlich ganz fein dazu zu hören dann freue ich mich auch sehr wenn du in deinem Podcast Streaming Anbieter Dienst.

00:15:22: Das ist jetzt ein Wort, das gibt es sicher nicht aber du weißt was ich meine wenn du da einfach irgendwo auf Abonnieren klickst und dann hören wir uns vielleicht im besten Fall schon in zwei Wochen wieder.

00:15:33: Da gibt's dann die nächste Folge.

00:15:35: bis dahin alles Liebe und Papa!

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